Lixenfeld, Christoph
Niemand muss ins Heim menschenwürdig und bezahlbar - ein Plädoyer für die häusliche Pflege
Sachbuch


Rezension

Über menschenverachtende Zustände in Heimen wird seit langem diskutiert (vgl. M. Breitscheidel: BA 12/05 und BA 11/08, "Notfall Altenpflege": BA 6/05 u.a.). Lixenfeld greift das Thema als investigativer Journalist auf und durchleuchtet Macht und Machenschaften der Pflegelobbyisten: "Verschiebebahnhof" Kranken- und Pflegekasse, "Milliardenmarkt" für Heimbetreiber, "Einladung zum Betrug" für ambulante Pflegedienste sind einige der brisanten Kapitel seines quellenreichen Buches, das sich kritisch mit dem Markt auseinandersetzt, in den die Gelder der Pflegeversicherung fließen. Vehement tritt er für Selbstbestimmung und damit häusliche Pflege im Alter ein, nennt die familienentlastende, doch illegale Tätigkeit osteuropäischer Pflegekräfte beim Namen und schildert Vorbilder pflegeheimloser Projekte aus ganz Deutschland, z.B. das persönlich verwaltete Pflegebudget, Vereine, Netzwerke und Hausgemeinschaften. Die vielen eingestreuten Beispiele geben Hoffnung, Alte und Kranke nicht zu "kasernieren", sondern "ambulant vor stationär" zu betreuen. Informationsstoff wie die o.g. Titel. (1)


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Personen: Lixenfeld, Christoph

Schlagwörter: Deutschland Hauspflege Pflegepersonal Arbeitskräftemangel Illegale Beschäftigung

Interessenkreis: ÄLTER WERDEN

Lixenfeld, Christoph:
Niemand muss ins Heim : menschenwürdig und bezahlbar - ein Plädoyer für die häusliche Pflege / Christoph Lixenfeld. - Berlin : Econ, 2008. - 284 S. ; 22 cm
ISBN 978-3-430-30034-6 kt. : EUR 16.90

Zugangsnummer: 86608004207 - Barcode: 2-0000000-8-08004207-5
SOP 1275 L - Signatur: SOP 1275 L - Sachbuch