Neue Finanzakteure haben nach der Finanzkrise die bisherigen Großbanken abgelöst. Blackrock?&?Co sind nun die Eigentümer von Banken und Industriekonzernen. Hinzukommen Private-Equity-Fonds, Hedgefonds, Wagniskapital-Investoren und Investmentbanken. Mit Digital-Giganten wie Amazon, Facebook, Google, Microsoft, Apple und Uber haben die neuen Finanzakteure schon vor Donald Trumps »America First« die US-Dominanz in der EU verstärkt. Arbeits-, Wohn-, Ernährungs- und Lebensverhältnisse: Die neue Ökonomie dringt in die feinsten Poren des Alltagslebens von Milliarden Menschen ein. Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts verstecken ihre Eigentumsrechte in vier Dutzend Finanzoasen, fördern rechtspopulistische Politik, stützen sich auf eine zivile, transatlantische Privatarmee von Beratern und kooperieren in Silicon-Valley-Tradition mit Militär und Geheimdiensten. Rügemers Analyse schließt mit einem ausführlichen Systemvergleich des nach innen und außen noch aggressiver gewordenen »westlichen« Kapitalismus mit demjenigen Chinas, der auch bei seinen Investitionen in der EU und weltweit einer alternativen Logik folgt, Armut überwindet, erneuerbare Energien forciert und das Völkerrecht achtet.
Rezension
Serie / Reihe: Neue Kleine Bibliothek 263
Personen: Rügemer, Werner
Rügemer, Werner:
Die Kapitalisten des 21. Jahrhundert : gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure. - Köln : PapyRossa Verl., 2018. - 357 Seiten. - (Neue Kleine Bibliothek; 263)
ISBN 978-3-89438-675-7 19,90 EUR
B 310 - Signatur: B 310 - Sachbuch